Gerichtsbeschluss: Nutzer dürfen Steam-Spiele künftig weiterverkaufen

  • Gerichtsbeschluss: Nutzer dürfen Steam-Spiele künftig weiterverkaufen

    Valve verstoße mit seinen Nutzungsbedingungen gegen geltendes EU-Recht. Das Urteil könnte den digitalen Spieleverkauf grundlegend verändern.


    Das französische Gericht Tribunal de Grande Instance entschied am 17. September, dass Steam-Nutzer aus der EU ihre Spiele künftig weiterverkaufen dürfen. Valves Games-Plattform verstoße mit ihren Nutzungsbedingungen gegen geltendes EU-Recht, da der Wiederverkauf von Spielen nicht möglich ist. In der EU müssen alle Produkte, einschließlich Software, ohne die Zustimmung des Herstellers weiterverkauft werden können.

    Kein Abo-Service

    Valves Verteidigung, man sei ein Abo-Service, wurde vom Gericht abgewiesen. Begründet wurde diese Entscheidung damit, dass ein über Steam gekauftes Spiel beliebig lange und häufig heruntergeladen werde kann, auch wenn es sich nur um eine digitale Kopie handle. Das sei kein Abonnement im klassischen Sinne und müsse daher auch einen Weiterverkauf ermöglichen.

    Valve plant, das Urteil anzufechten. Gegenüber Polygon sagte ein Unternehmenssprecher, dass "die Entscheidung keine Auswirkungen auf Steam habe, solange der Fall in Berufung sei." Wird das Urteil rechtskräftig, muss Valve mit hohen Strafzahlungen rechnen, wenn sie weiterhin keine Möglichkeit für einen Wiederverkauf von Spielen bieten.


    Präzedenzfall

    Das könnte zukünftig auch für Plattformen wie dem Epic Store und Good Old Games (GOG), sowie die Download-Stores von Entwicklern, Publishern und Konsolen gelten. Damit würde sich der Markt für digitale Spieleverkäufe gravierend verändern.


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  • Privat kannst ja auch Spiele weiter verkaufen wieso sollte man das bei solchen Plattformen nicht können

    Das stimmt schon und ist im Grunde gesehen auch nur fair, wenn man diese weiterverkaufen kann. Schließlich sind vor allem storybasierte Games nach dem Durchspielen nur noch am "verstauben" in der Steambibliothek.

    Und diese hat man ja früher auch dann wieder verkauft, weil man ehh meistens wusste man wird das nicht nochmal spielen. Deswegen finde ich das so gesehen auch richtig das Plattformen wie Steam/Origin/UPlay sowas anbieten müssen/sollen. Hat ehh schon seeehr lange gedauert bis die mal sowas durchsetzen wollen. Steam ist ja mit dem zwei Stunden spielen und noch zurückgeben können Prinzip, dem Ganzen schon etwas entgegengekommen. Aber ich finde das man bei vielen Spielen auch oft mal erst nach zwei Stunden merkt, das man keine Lust mehr drauf hat. Smile3

    Steam wird daran die geringeren Verluste hinnehmen müssen.

    Die Leidtragenden sind letztendlich die (kleinen) Entwicklerstudios.

    Aber man wird sehen in welche Richtung es geht.

    Das ist wiederum dann die Kehrseite von sowas. Wenn Steam den kleinen Studios jedoch nicht ein wenig entgegenkommen wird, wird das ein seehr schlechtes Licht auf Steam werfen. Und viele Entwickler werden sich wohl in Zukunft überlegen, ob sie noch über Steam ihr Zeug vertreiben lassen wollen. Wenns schlimme Ausmaße annehmen wird, denke ich ehh das es bestimmt wieder irgendein Verfahren oder irgendeine Petition gegen Steam geben wird, da dadurch auch Arbeitsplätze betroffen wären, weil kleinere Studios sowas natürlich finanziell kaputt machen würde.


    Aber sehen wir ja dann. Ob ganz alte Spiele bzw. Spiele, welche vor Jahren gekauft wurden dabei berücksichtigt werden ist denke ich auch fraglich. Vor allem Spiele welche bei Steam nur aktiviert wurden, aber auf anderen Plattformen gekauft wurden sind bestimmt nicht inbegriffen. :/

  • Auf kurz oder lang betrifft das nicht nur Steam. Auch der Epic Launcher, Humble Store, und und und werden betroffen sein.

    Man kann nicht eine Regelung bei der einen Firma anwenden und bei anderen nicht.


    Für Plattformen macht dann natürlich sowas wie EA Access oder XBox Game Pass Sinn.

    Da dort die Regelungen nicht zahlen sollte, da es sich um ein Abo handelt. Aber auch dabei wird man irgendwas finden, was eventuell anders/besser gemacht werden soll.