Film | Apocalypse Now

  • APOCALYPSE NOW

    REVIEW EINES MEILENSTEINS


    „Der Geruch von Napalm am Morgen“


    „Mein Film ist kein Spielfilm. Mein Film ist nicht über Vietnam, er ist Vietnam, so wie es wirklich war. Die Art und Weise, wie wir es gemacht haben, war sehr ähnlich wie die Amerikaner in Vietnam. Wir waren im Dschungel, es waren zu viele von uns. Wir hatten Zugang zu viel Geld, zu viel Ausrüstung und nach und nach wurden wir verrückt.“


    Dies sagte Francis Coppola der Regisseur von "Apocalypse Now“ und "Der Pate 1 und 2“ bei einer Presse Konferenz auf dem Cannes Film Festival im Jahr 1979. Und das beschreibt den Film und die Dreharbeiten sehr gut. Es wurden Drogen genommen, gesoffen und alle wurden verrückt. Die Dreharbeiten waren so besonders und irgendwie auch erschütternd, dass es sogar eine Dokumentation dazu gibt.


    Bereits Ende der Sechziger Jahre plante Coppola zusammen mit John Milius (Conan der Barbar) und Geroge Lucas (Star Wars) einen Kriegs Film wie Apocalypse Now. Milius wollte sogar so weit gehen im Vietnam zu drehen und das mitten im Vietnam Krieg selbst. Wohl bemerkt kurz nach der Berühmten Tet – Offensive des Viet Kong, die den Untergang der US Armee im Vietnam einläutete.


    Francis startet die Dreharbeiten an dem Film letzten Endes im Jahr 1976 im philippinischen Dschungel. Und dauerte letzten Endes 3 Jahre bis zur Fertigstellung. In diesen 3 Jahren brach der Philippinische Bürgerkrieg aus, ein Tsunami tötete 200 Philippiner und verwüstete die Aufgebauten Film Sets, der Hauptdarsteller Martin Sheen erlitt einen Herzinfarkt und der ursprüngliche Hauptdarsteller Harvey Keitel wurde gefeuert. Die unglaubliche Entschlossenheit von Coppola führte dennoch dazu, dass der Film bis heute ein Meilenstein in der Film Geschichte ist.


    Eine Geschichte voller Gewalt und Humor


    Die Geschichte ist angelehnt an Joseph Conrad’s Roman „Herz der Finsternis“. In dem Roman geht es darum das ein Kapitän den Kongo Fluss hinauf reist, um ein Elfenbein Händler zu finden namens Mr. Kurtz. Er hat sich in den Tiefen des Dschungels niedergelassen, um die Eingeborenen aufzuklären doch wurde später wahnsinnig. In Apocalypse Now geht es um 4 Männer die gemeinsam den Nung Fluss hinauffahren in Richtung Kambodscha, um einen wahnsinnig gewordenen Offizier zu töten. Je näher das Ziel rückt, desto verrückter wird der Film. Apocalypse Now ist durch zogen von Gewalt, Humor und Wahnsinn. Diese Aspekte machen den Film unvergesslich.


    Das Schauspiel der Darsteller kommt sehr gut rüber und ist sogar teilweise beängstigend. In den Hauptrollen sind unteranderem Marlon Brando (Don Vito aus der Pate), Martin Sheen (Departed – Unter Feinden), Frederic Forrest (Der Ruf des Adlers), Sam Bottoms (Der Texaner) und ein Junger Laurence Fishburne (Matrix Trilogie, John Wick). Auch in den Neben Rollen gibt es einige Schauspieler, die man kennt, wie zum Beispiel Harrison Ford (Star Wars etc.) oder Albert Hall (MalcomX).




    Auch im Bild steckt Gewalt und Wahnsinn


    Die Action Sequenzen bestehen aus Explosionen, teils echtem Blut, Rauch und Licht. Es gibt einige Scenen die besonders herausstechen. Wie zum Beispiel diese:



    Diese Scene ist wohl die Berühmteste des Filmes, wenn nicht sogar einer der Berühmtesten der Film Geschichte.

    Die Charaktere in dem Film haben alle Ihre eigenen Ecken und Kanten. Somit ist nicht jeder gleich und langweilig. Die Dialoge zwischen ihnen sind sehr oft Humor voll aber auch Ernst.

    Musik Technisch ist Apocalypse Now auch gut bedient. Sei es "Der Ritt der Valkyrie“ von Wagner oder die Typischen Songs der Vietnam Kriegs Zeit mit Künstlern, wie zum Beispiel Jimi Hendrix, The Rolling Stones oder The Doors. Dies Kreiert ein unverwechselbares "Vietnam Kriegs Gefühl“.


    Meine Persönliche Meinung


    Es gibt viele Vietnam Filme die gut waren, wie zum Beispiel "Platoon“ oder "Full Metal Jacket“. Aber keiner dieser Filme übertrifft das Niveau von Apocalypse Now.

    Ich würde behaupten kein anderer Vietnam Kriegs Film gibt den Krieg selbst so gut wieder wie Apocalypse Now.

    Auch nach dem 4. Mal anschauen finde ich Persönliche den Film immer noch nicht langweilig. Heut zu Tage solch einen Spannenden Film zu finden ist sehr schwierig. Da kommen höchstens Monster Projekte wie Der Herr der Ringe von Peter Jackson oder Avatar – Aufbruch nach Pandora von James Cameron dran.

    Wenn ihr euch dazu entscheiden solltet den Film zu schauen, dann schaut euch danach die Dokumentation zum Dreh an: „Hearts of Darkness – A Filmaker`s Apocalypse“. Denn die ist genauso ein Abenteuer wie der Film selbst.


    #Charlie don't Surf

    #Napalm am Morgen


    Final Cut


    Dieses Jahr ist der Film 40 Jahre alt geworden. Zu seinem Geburtstag gibt es die Final Cut Version. Das bedeutet der Film wurde auf 4k hochgeschraubt und an der sonstigen Aufmachung wurde auch was gemacht. Die Version ist länger als das Original ( 2 Stunden und 33 Minuten) aber kürzer als die Redux Version von 2001 (3 Stunden und 23 Minuten). Laut dem Regisseur ist es eine Empfehlung sich diese Version anzuschauen.